
Ich sitze am Ufer eines Sees, in der Uckermark. Die Sonne spiegelt sich im Wasser und auf der Oberfläche reflektiert es wie tausende kleine Sterne. Absolute Ruhe und Stille umgibt mich. Durch die Windbewegung können mir die Bäume etwas zuflüstern mit ihren Blättern. Sie sind dankbar für den regenreichen Sommer, der sie aufatmen lässt, so auch, wie wir Zeit zum Luftholen haben, bevor die kürzeren und kälteren Tage kommen.
Es ist die Zeit des Erntedankfestes, das im Bewusstsein kaum noch vorhanden ist: der Dank dem Göttlichen, seinen Elementen und den Naturgeistwesen gegenüber für die reiche Ernte. Trotz aller Wunden, die wir der Erde zufügen, schenkt sie uns bedingungslos ihre Früchte. Wie lange noch?
Sie beginnt sich bereits heftig zu wehren mit der Aufruhr ihrer Elemente, denen wir staunend und machtlos gegenüberstehen. Viele Geschehnisse sind bereits zum nicht aufhaltbaren Selbstläufer geworden. Wie ein eiserner Besen wird nicht in die neue Zeit Passendes ausgekehrt. Viele Ebenen sind daran beteiligt.
Ich denke immer wieder an den Spruch: „Wer stets das Böse will und doch das Gute schafft!“ Seien wir nicht tatenlos. Seien wir uns unserer Macht des Bewusstseins, unserer Gedanken und der daraus folgenden kreativen Taten bewusst. Benutzen wir diese göttlichen Gaben in Freude, um mitzuhelfen, bei der Transformation der Erde und der Menschheit.
Vertrauen wir darauf, dass wir mit unserem Sein, unserem strahlenden göttlichen Licht, genau dort hingestellt werden, wo wir zu einem bestimmten Zeitpunkt sein sollen. Und erinnern wir uns immer wieder daran, dass in uns die Ewigkeit lebt, wir ewiges Sein sind.
In diesem Sinne verbleibe ich: Gott zum Gruße und Frieden über alle Grenzen!
Ihre Edeltraud Paulmann